Projekte & Berichte

Projekte

30 Jahre VGNU
Aus Anlass der Gründung des VGNU vor 30 Jahren ist eine Vereinschronik in Vorbereitung. Beiträge sind stets willkommen. Kontakt: verein{at}geschichte-neulengbach.at

Gasthäuser und Kaffeehäuser in Neulengbach und Umgebung
Neulengbach blickt auf eine reiche gastronomische Vergangenheit zurück. Im Rahmen eines laufenden Projekts sollen alle ehemaligen Gaststätten samt ihren Betreibern (Eigentümern/Pächtern) erfasst und durch Ansichten illustriert werden. Dazu sind Hinweise auf Lokale ebenso willkommen wie entsprechendes Material (Prospekte, Speisekarten, Rechnungen, Ansichten etc). Kontakt: Obmann Walter Kautz, verein{at}geschichte-neulengbach.at

Arbeitslager Neulengbach
Am Ludwig-Boltzmann-Institut für Kriegsfolgenforschung läuft mit Unterstützung des FWF das Projekt "Encampment. Lager in der sowjetischen Besatzungszone" - siehe:
https://encampment-bik.lbg.ac.at/ . Trotz akribischer Forschungen war dabei nur ein einziger Hinweis auf den Bestand eines Arbeitslagers in Neulengbach zu finden, und zwar für Februar 1947 (ÖStA, AdR, BMI, GD f öff Sicherheit, GZ 31794-2/47). Auf Basis des Familienarchivs eines VGNU-Mitglieds konnte dieser Kenntnisstand erweitert werden; demnach bestand ein solches Lager zumindest von November 1945 bis Mai 1947. Jede weitere Information wäre nützlich und willkommen. Kontakt: gerald.kohl{at}univie.ac.at

 

Seebach

Kontinuierlich erforscht wird die Geschichte von Seebach (insbesondere ehem. Burg, Geschlecht der "Seebecken", Kirche, Häuser im Bereich des ehem. Gasthauses Müller, heute Umseer Straße 6 bis 12). Informationen und Material dazu sind stets willkommen. Kontakt: Dr. Gerhard Ofner, autofahrer{at}realitaeten-ofner.at

Berichte

November 2025

Beim Vereinsabend am 21. November 2025 berichtete Karl Satzinger in einem Vortrag über seine gemeinsam mit Nothburga Veyer betriebenen Forschungen zur Geschichte von Maria Anzbach, insbesondere zu den sechs Anzbacher Friedhöfen sowie zu den Gebietsabtretungen. Diese zwei auf den ersten Blick unterschiedlichen Themen hängen doch eng zusammen: So wurden die Angehörigen der Neulengbacher jüdischen Gemeinde auf dem ursprünglich im Gebiet von Anzbach liegenden „Judenfriedhof“ bestattet; die heutigen Neulengbacher Katastralen Au und Weinberg kamen nämlich erst zu Neulengbach, als Anzbach das dafür gebotene Geld benötigte – und zwar für die Errichtung des heutigen Gemeindefriedhofs 1896. Nach dessen Eröffnung wurde übrigens auch ein älterer „Reservefriedhof“ geschlossen, der unter anderem zur Bestattung jener Arbeiterinnen und Arbeiter gedient hatte, die beim Bau der Kaiserin Elisabeth-Westbahn gestorben waren. Der Verein bedankt sich herzlich für diesen spannenden Vortrag!

 

 November 2025

Bis 1892 stand auf dem heutigen Egon-Schiele-Platz der „Troidstadl“ (Getreidespeicher) der Marktgemeinde Neulengbach. Hier befand sich wohl auch der steinerne Kornmetzen, der als Eichmaß diente, bevor der „Wiener Metzen“ als einheitliches Hohlmaß eingeführt wurde. Heute steht dieses Rechtsdenkmal beim Eingang des Museums Neulengbach.

 

Am 7. November 2025 wurde der Neulengbacher Metzen auf Initiative und unter Beteiligung von VGNU-Mitgliedern (Dr. Wolfgang Kraus, Walter Kautz, Gerhard Hiebner, Getreide von ABgm Johann Kurzbauer) erstmals praktisch „ausgelitert“. Demnach fasst er 56 Liter = 42,728 kg Getreide (ohne Abflussöffnung); dies entspricht ziemlich genau dem bis 1875 verwendeten „Wiener Eimer“ (56,589 Liter = 40 Maß = 160 Seidel).

Hier finden Sie eine Fotodokumentation zu dieser Aktion.

Siehe auch www.marterl.at 

 

 

September 2025

Unser Mitglied Dr. Gerhard Ofner präsentierte das Ergebnis seiner Forschungen zur Geschichte der Firma „RWC“ – „Rudolf Wurzer Christophen“. Das 1892 als Schwertfegerei gegründete Unternehmen wandte sich nach dem Ersten Weltkrieg zunächst der Fahrradteile-, dann der Fahrradproduktion zu und entwickelte sich zu einem renommierten österreichischen Fahrradhersteller. Bis zu 80 Beschäftigte erzeugten bis zu 80.000 Fahrräder pro Jahr; Ende der 1970er-Jahre war RWC die zweitgrößte österreichische Fahrradfabrik (nach Puch und vor KTM). Daneben wurden zwischen 1949 und 1959 auch Mopeds und leichte Motorräder hergestellt. – All dies und noch viel mehr ist nun in einem reich illustrierten Buch nachzulesen: Gerhard Ofner und Wolfgang M. Buchta, RWC. Ein Fahrrad- und Motorradhersteller aus Neulengbach. Die Entwicklung des Werkes RWC „Rudolf Wurzer Christophen“ bei Neulengbach von 1892 bis 1996 unter besonderer Berücksichtigung der Moped- und Kleinmotorradproduktion in den 1950er Jahren, Edition Austro Classic, Kierling 2025, 80 Seiten (18 x 25 cm)
ISBN 978-3-9505932-0-4 

Aus dem Vorwort: „Die Recherchen sind natürlich nie abgeschlossen und weiterer ‚Input in Wort und Bild‘ ist immer willkommen.“